Ab geht’s! Auf 10 Fragen mit Snowboard-Star Benjamin Karl

Aufgewachsen im beschaulichen St. Pölten in Österreich stand Benjamin Martin Karl bereits mit zwei Jahren auf Ski. Mittlerweile hat er die große Snowboard-Welt erobert und darf sich vierfacher Weltmeister, dreifacher Gesamtweltcupsieger nennen und fuhr sogar schon Bronze und Silber bei den Olympischen Winterspielen in Sochi und Vancouver ein. sportaholix konnte den Snowboard-Star für zehn brennende Fragen und Antworten gewinnen.

Welches Workout steht kurz vor der Saison, also in der heißen Trainingsphase, bei dir an?

Im Ausdauerbereich Intervalle im Schwellenbereich bis HIT mit einer Gesamtbelastungsdauer von max. zwei Stunden. Im Kraftbereich, Schnelligkeit, Maximalkraft mit Schwerpunkt Beine und Rumpf.

Hand aufs Herz: Was ist beim Training der Fun und der Pain Part?

Fun: die Abfahrten; Pain: der Aufstieg, also immer wenns bergauf geht 😅.

Setzt du außerdem auf ein spezielles Mental Training?

Ich visualisiere gerne, stelle mir mich beim Boarden vor, beim Rennen und wie sich alles anfühlen wird.

Experten raten Laien, ein Training zur Vorbereitung auf den Skiurlaub in den Alltag zu integrieren: Balancetraining beim Zähneputzen auf einem Bein etwa … Welche Anekdote hast du auf Lager?

20 Liegestütz, 20 Kniebeugen für die eher Unsportlichen
50 Liegestütz, 50 Kniebeugen für die Fortgeschrittenen
3×40 Liegestütz, 3×50 Kniebeugen für die Profis

Mit den Liegestütz trainierst du Rumpf, Schulter, Arme und mit den Kniebeugen deine Kraft-Ausdauer in den Beinen.

Wie sieht dein Fitfood aus?

Fett und Kohlenhydrate sind ein Muss auf der Hütte. Die Kälte zehrt am Körper wie Bewegung. Man muss dem Körper schnelle aber auch längerkettige Energie zuführen. Fett als Langzeitsattmacher und Kohlenhydrate, um die Speicher schnell wieder zu füllen. Ich ess am liebsten tiroler gröstl und/oder einen Germknödel mit Butter … mhhhh lecker.

Gibt es ein Ritual, das du vor einem Wettkampf immer machst?

Ich schlage ein paar Sekunden, bevor es losgeht, mit meinem Coach ein und setz mir dann einen Grinser ins Gesicht als Ausdruck von Freude, an dem was ich gerade mache.

Helm, Board, Sonnenschutz, Smartphone: Hast du schonmal irgendwas Wichtiges an Equipment vergessen? Bzw. was packst du zuerst für eine Competition ein?

Ich vergesse gerne meine Schuhe 😅. Smartphone sollte sich verkraften lassen 😉, außer man ist abseits unterwegs!!! Ein Spruch eines Freundes: Helm, Schuhe, Handschuhe, Saisonkarte 😂.

Was passiert nach oder abseits der Piste: Training, Party …?

Zuerst mal ein gemütlicher Kaffee. Den Geist und Körper kurz Ruhe gönnen und entspannen. Danach noch eine Stunde Rumpf und eine halbe Stunde auslaufen. Party gibt’s nur, wenn es etwas zum Feiern gibt 😉.

Zum Business: Wie funktioniert Networking am besten in der Wintersportwelt?

Am besten bleibt man mit Social Media in Kontakt. Vor allem über den Sommer, wo man sich eher wenig sieht. Sonst trifft man sich immer wieder auf den selben Veranstaltungen und tauscht sich aus. Immer wieder spannend finde ich, wie andere Sportarten trainieren …

Training, Marketing, Sponsorship, Mediaarbeit: Wie bekommst du all das unter einen Hut?

Training, Selbstvermarktung, Familie, Ausbildung (MBA) – manchmal weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht. Aber dann atme ich bewusst ein paar Mal tief ein und beruhige mich wieder: Step by step, einen Schritt nach dem anderen, schneller gehts nicht 😉.

Vielen Dank, lieber Benjamin!

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2018-01-02T19:37:19+00:00 0 Comments

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