The Circle Of Life

Kennst du diese Tage, an denen du dich richtig müde fühlst? Einerseits körperlich, aber auch mental. Die Motivation ist nicht auffindbar, dein Körper ist schwer, alles ist anstrengend und du bist energielos. Manchmal verstehst du gar nicht, warum plötzlich alles so „low“ ist, wo du gestern vielleicht noch voller Power warst.

that`s it

Stichwort „Circle of Life“ – das Leben ist ein Kreislauf, ein Zyklus, eine Welle. Egal welches Bild für dich am passendsten ist, die Bedeutung ist die selbe. Dein Leben, deine Umgebung, dein Körper, dein Umfeld, unsere Natur, die Jahreszeiten, unser Planet, unser Sonnensystem – all das ist immer in Bewegung. Eigentlich verrückt bei soviel Bewegung rundherum zu glauben, wir könnten jeden Tag gleich sein, gleiches leisten, gleiches schaffen. Ganz ehrlich, ich habe mich früher nicht wirklich damit beschäftig!: Aufstehen, Workout, Arbeit, bisschen Freizeit und Schlafen gehen. Manchmal war es ein bisschen anstrengender, manchmal ging es besser – that’s it. Und irgendwann ist dann „unvorhergesehen“ eine Verkühlung, Infektion, ein Virus oder irgend so etwas da.

da geht einer über das Wasser

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich mir das erste Mal einen dieser natürlichen Kreisläufe bewusst machte. Ich saß in einer Bar am Strand (eine Reggae-Bar – sehr gemütlich) und schaute auf das Wasser. Herrlich oder? Was braucht man mehr? Man konnte sich nicht vorstellen, was diese Ruhe stören könnte. Bis ich dann plötzlich ca. 300 Meter entfernt jemanden über das Wasser gehen sah. Ich schaute weg und hin, weg und wieder hin, schloss meine Augen, öffnete sie wieder – es half nichts. Der Typ verschwand nicht, er ging weiter über das Wasser. Eine Freundin, die schon viele Jahre hier lebt, saß neben mir. Es war mir zwar unglaublich unangenehm, aber ich musste etwas sagen. „Ich sehe da jemanden über das Wasser gehen, ich zucke gerade total durch, oder?!“ Sie begann ziemlich laut zu lachen und erklärte mir, dass da tatsächlich jemand geht, doch nicht auf dem Wasser, sondern am Riff. Wahrscheinlich ist er auf dem Weg zum Fischen. Der Grund, warum ich das überhaupt so gut erkennen konnte, obwohl ich von einer beleuchteten Bar in die Dunkelheit schaute, sei der, dass wir Vollmond hatten. Tatsächlich, ich sah hinauf und sah ihn riesengroß über uns. Ich wunderte mich, dass mir das vorher nicht aufgefallen war. Seit dem beobachte ich jeden Tag das Spiel zwischen dem Mond und dem Ozean. Ich komme aus einem städtischen Gebiet, da gibt es soviel Licht, dass einem oft gar nicht auffällt, welcher Mond gerade ist. Hier ist es ab sechs Uhr ziemlich dunkel. Wenn der Himmel klar ist, siehst du Millionen Sterne und den Mond ganz deutlich.
Seitdem beschäftigte ich mich mit natürlichen Zyklen, Energien und wie stark wir davon beeinflusst werden. Ich begann Bücher und Blogs zu dem Thema zu lesen. Damit hat sich meine Einstellung zum Thema „Workout-Routine“ radikal verändert.
Ich bin davon überzeugt, dass natürliche Zyklen, sei es der weibliche Zyklus, Mondphasen, etc. viel stärker beim Training berücksichtigt werden müssen. Das betrifft Frauen, als auch Männer. Es grenzt für mich mittlerweile an Unnatürlichkeit, jeden Tag das gleiche Training, die gleiche Routine, das gleiche „Was-auch-immer” durch zu ziehen.

der weg der selbsterkenntnis

Eines ist klar, nicht jedes Mal, wenn du nicht aus dem Bett kommst, weil du vielleicht zu spät schlafen gegangen bist, am Abend noch das eine oder andere Bier getrunken hast, die halbe Nacht ein spannendes Buch gelesen hast oder es verabsäumt hast, deine Restdays richtig zu setzen, kann das Training unter dem Motto „der Mond“ gestrichen werden. Es ist für viele bestimmt ein langer Weg der Selbsterkenntnis und Bewusstseinsarbeit bis man wirklich feststellen kann: „Wie fühle ich mich denn tatsächlich? Wie geht’s mir heute? Warum kann ich heute nicht so? Warum bin ich einfach demotiviert oder signalisiert mir mein Körper, dass er seine Kräfte gerade für etwas anderes braucht.“

mein tipp:  ein trainingstagebuch

Ich habe begonnen Tagebuch darüber zu führen, wann ich mich energielos fühle, wie sich das genau anfühle und was ich dann von meinem Training tatsächlich durchgezogen habe oder eben auch nicht. Manchmal habe ich ganz einfach mein Morgen-Workout auf den Abend verschoben und stattdessen nur etwas mobilisiert oder gestrecht, meditiert oder Atemübungen gemacht.
Ich glaube, Menschen, die auf ihre inneren Zyklen hören, diese deuten können und ihre eigenen Techniken dazu finden, werden ihre Ziele mit mehr Leichtigkeit und gesünder erreichen.

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2018-04-25T17:20:13+00:00 0 Comments

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