Freeriden

– die Sehnsucht nach frischem Powder-

Skifahrer lassen sich generell in zwei grundlegend verschiedene Typen einteilen: Pistencruiser vs. Shreddunit. Klar, jeder fängt mal klein an und zieht auf der Piste seine Schwünge, um Technik und Können zu verbessern. Aber der ein oder andere Skifahrer ist getrieben von etwas größerem: Die tiefe Sehnsucht nach frischem, glitzerndem Powder!

#themountainsarecalling

Nachdem ich diese Saison bereits im Pitztal die Pisten unsicher gemacht und im Harz das Tourengehen für mich entdeckt habe, war es mal wieder Zeit für eine neue Herausforderung. Als ich hörte, dass am Kaunertaler Gletscher auf 2.750m Höhe das größte Freeride-Testival Europas stattfinden sollte, gab’s für mich kein Halten mehr.

Cheffe, ich bin dann mal weg – #themountainsarecalling!

So kam es, dass der Traum eines jeden Skifahrers nun auch für mich endlich in Erfüllung ging: Pudrige Hänge, wilde Natur und eigene Lines – das Grinsen auf meinem Gesicht wollte gar nicht mehr verschwinden.

Der #mountaingirl Freeride-Tipp:

Der Freeride-Hot-Spot Kaunertal zählt zu den besten und schneesichersten Freeride-Revieren der Alpen. Die Höhe garantiert feinsten Pulverschnee bis weit ins Frühjahr hinein und gerade im März sorgen zahlreiche Sonnenstunden für perfekte Bluebird-Powder-Days bei angenehmen Temperaturen. Das Gebiet oben am Gletscher gleicht einer Mondlandschaft: Fernab jeglicher Zivilisation sind selbst Tage nach dem letzten Schneefall noch unberührte Hänge zu finden. Das reinste Paradies also für das perfekte Freeride-Wochenende!

Erlebe das perfekte Freeride-Wochenende!

Unter diesem Motto startete das Thule Freeride Testival presented bei BMW xDrive in diesem Jahr bereits in die 5. Saison und präsentierte für Anfänger genauso wie für Profis ein umfangreiches Programm: geführte Touren, Techniktrainings und Lawinenkurse – da war für jeden etwas dabei! Außerdem konnte im Rahmen des Testivals nach Herzenslust ein ganzes Wochenende lang das neueste Freeride-Equipment GRATIS auf Herz und Nieren getestet werden.

Traumhafte Abfahrten bei himmlischem Wetter

Das weitläufige Terrain des Kaunertaler Gletschers erwies sich als ideales Testgelände. Entgegen aller Wettervorhersagen, belohnte uns Frau Holle mit frischem Powder und Petrus schickte großzügig Sonne vorbei. Neben unzähligen Powder-Varianten direkt neben den Pisten erwartete uns die legendäre Freeride-Abfahrt übers “Nörderjoch” mit rund 1.000 Hm bis hinab zum Ferngries oberhalb Gepatsch-Stausee. Mein persönliches Highlight: Zum Startpunkt am Nörderberg gelangten alle Freerider mit dem exklusiven Pistenraupen-Shuttle.

Freeriden – aber sicher!

Wer sich samt Ski von der Piste weg bewegt, um das Gelände unsicher zu machen, sollte sich unbedingt allen Gefahren bewusst sein und die richtige Ausrüstung dabei haben! Wir haben bei den Experten von der SAAC Alpine Academy nachgefragt, was beim Freeriden zu beachten ist:

Regel No. 1 – Kenn deine Grenzen!

Wer im Gelände unterwegs ist sollte auch auf den Pisten keine Probleme haben. Zum einen eine Frage der Kondition, zum anderen eine Frage des Könnens. Und nicht zuletzt gehört auch eine große Portion Erfahrung und Mut dazu: es ist auch manchmal überlebenswichtig NEIN zu sagen und auf den Berg zu verzichten. Egal wie einladend eine Abfahrt auch aussehen mag – wenn es zu gefährlich ist sollte man den Hang meiden, sicher drumherum fahren und seine Grenzen kennen.

Regel No. 2 – Lawinenlagebericht lesen!

Bevor man sich ins Gelände wagt, ist es ein MUSS den Lawinenbericht zu lesen. Der ist im Internet zu finden und zeigt in Stufen von eins bis fünf an, wo es gerade gefährlich oder weniger gefährlich ist. Je höher die Lawinenwarnstufe, desto riskanter. Ab Lawinenwarnstufe drei sollte sich niemand mehr ohne erfahrenen “Local” ins Gelände wagen. Auch bei einem kritischen 2er sollte man sich die Entscheidung gründlich überlegen. Den Lawinenlagebericht gibt es für jedes Land und er wird täglich am Morgen aktualisiert ausgegeben.

Regel No. 3 – Kenne deine Ausrüstung!

Neben dem klassischen Helm, gehört beim Freeriden das LVS-Gerät zur Grundausrüstung. Das Gerät ist keine Uberlebensgarantie, aber eine Überlebenschance mehr. Es dient dazu im Falle einer Lawinenverschüttung besser gefunden zu werden bzw. hilft dabei Verschüttete leichter zu finden. Daraus leitete sich ein weiterer Grundsatz ab: niemals alleine am Berg unterwegs sein! Außerdem sollten sich stets Schaufel und Sonde im Rucksack befinden. Aber: die beste Ausrüstung bringt nichts, wenn man nicht damit umgehen kann. Deswegen ist es essentiell, dass der Umgang mit der Notfallausrüstung regelmäßig geübt wird. Nur so kann im Ernstfall richtig und sicher reagiert werden. In vielen Skigebieten gibt es LVS-Workshops, bei denen der korrekte Umgang mit dem Lawinenverschüttungssuchgerät geübt werden kann.

Fazit

Freeriden macht unheimlich viel Spaß – bringt aber ein deutlich höheres Risiko mit sich als das Skifahren auf der präparierten Piste. Deswegen ist es im eigenen Interesse unglaublich wichtig sich aller Gefahren bewusst und für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Wer sich ohne Ausrüstung und ohne Vorkenntnisse ins Gelände wagt bringt nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr – deswegen: Know your limits and stay safe!

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2018-04-01T12:57:36+00:00 0 Comments

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