Interview mit @hauptstadttrainer, McFit Model und Nike Master Trainer Erik Jäger

Er ist Personal Coach, Nike Master Trainer, Sportmodel, Fitbook und Qi2 Testimonial. Erik Jäger zwinkert einem an jeder Ecke von den angesehensten Formaten zu. Er sieht gut aus, hat Erfolg, ist Vorbild für viele Fitnessfreaks und Personal Trainer und ist dabei selbst grund-bodenständig. Wir wollten von Erik wissen, wie man es schafft, sich in einer Branche, die, wie er selbst sagt, einem Haifischbecken gleicht, maximales Ansehen zu verdienen.

sportaholix: Wie kam es zum Namen deines Blogs: keinezeitzumtrainieren? Das ist ja kein klassischer Titel, was steckt dahinter?

Erik Jäger: Ich habe mich vor ca. 7-8 Jahren mit einem meiner damaligen Dozenten zusammen gesetzt um über meine Marke zu sprechen. Wir waren damals auf der Suche nach einem Slogan, der viele, wenn sich sogar jeden, anspricht. Und „ich habe keine Zeit zum Trainieren“ hat nun wirklich jeder schon mal in den Mund genommen 😉

Total Effective Training ist mein Baby.

sportaholix: Total Effective Training, kurz TET, ist dein individuelles Training? Wie hast du es entwickelt und was kann es im Vergleich zu anderen?

Erik Jäger: Total Effective Training ist mein Baby. Ich habe es vor ca. 3 Jahren entwickelt, weil ich gemerkt habe, dass sich die Tendenz im Hobbysport stark verändert. Es geht zu viel auf Zeit, Anzahl von Wiederholungen und die Bewältigung von oftmals zu hohem Gewicht. TET ist das Gegenkonzept. Hierbei arbeitet jeder in seinem eigenen Level, egal was der Nebenmann macht. Es geht darum, sein eigenes Leistungslevel ganz genau zu erwischen und sich ab da zu steigern, ohne im ungesunden Maß von einem Trainer oder einer App über das eigene Leistungslevel hochgepeitscht zu werden.

sportaholix: Du legst Wert auf Qualität, Abwechslung und persönliche Betreuung. Wie gelingt das?

Erik Jäger: Im Personal Training ist das nicht schwer. Ich steh auf Kundenbindung. Viele meiner Klienten sind schon über 3-4 Jahre bei mir. Mit guter Organisation sind dann diese drei Komponenten meines Trainings kein Problem. In Hinblick auf Qualität und Abwechslung solltest du, als Trainer, Weiterbildungen und Hospitationen bei Kollegen nicht zu kurz kommen lassen.

In meinem Kleingruppentraining TET gelingt die Ausgeglichenheit dieser Komponenten natürlich nicht so gut wie im 1:1 Personal Training. Dennoch kann ich bei guter Vorbereitung eine Gruppe mit max. acht Leuten gut lenken und individuell auf jeden einzelnen eingehen.

sportaholix: Wie schaffst du den Spagat zwischen jemandem, der an seiner Definition arbeitet, und jemandem, der völlig untrainiert ist?

Erik Jäger: Zum einen, und ich glaube das ist das Wichtigste, als Personal Trainer musst du gut hinhören, um individuell auf den Einzelnen einzugehen. Und natürlich, Anfänger bekommen vorerst die Basics. Erst wenn die sitzen wird an den individuellen und ganz persönlichen Zielen noch definierter gearbeitet.

sportaholix: Du bist vielseitig: Einzeltraining, Partner-Workout, Gruppensession, Vereinstraining. Woher hast du das Know-how, um all diesen speziellen Anforderungen an einen Trainer gerecht zu werden?

Erik Jäger: Das wichtigste in unserem Beruf ist eine gute Ausbildung, mit der man die Grundlagen schafft. Die habe ich auf jeden Fall genossen. Ich bin zum Glück noch lange nicht am Ende. Ich bin mindestens noch 3-4x pro Jahr bei Perform Better, BodyArt oder anderen Anbietern, um mich selber weiterzubilden.

Ich habe vor 7 Jahren als Personal Trainer begonnen und im Laufe der Zeit kamen weitere Tätigkeiten wie Kurstraining, Vereinstrainer oder Ausbilder dazu. Am Ende wächst man in alles rein. Man muss sich nur trauen und raus aus seiner Komfortzone. Na klar schläft man eine Nacht vor einem Nike-Event, wie der Trainingsday in Tallinn mit 1400 Teilnehmern, schlecht. Aber wenn man dann durch ist und so viele Menschen glücklich gemacht hat, ist es einfach nur überwältigend!

Es gehört aus meiner Sicht immer etwas Glück dazu.

sportaholix: Du bist erfolgreich mit dem, was du machst, seit Neuestem bist du sogar Experte für das Axel-Springer-Produkt Fitbook. Sag uns, was ist dein Geheimnis?

Erik Jäger: Zuerst einmal bin mega dankbar für die Chancen die sich mir bieten! Es gehört aus meiner Sicht immer etwas Glück dazu. Und ich habe selten „nein“ gesagt. Alles kann eine Chance sein für den nächsten Step. Gerade als Selbstständiger ist das elementar.

sportaholix: Gibt es mehr, was wir wissen müssen? Prominente Gesichter, mit denen du trainierst und die wir nennen dürfen?

Erik Jäger: Ich trainiere mit Lena Meyer Landrut und ihrem Freund Max von Helldorff. Das sind super lustige und intensive Sessions! Die beiden motivieren sich gegenseitig schon sehr gut und treiben sich somit zu Höchstleistungen. Andreas Bourani trainiere ich nun schon seit knapp 8 Monaten. Ihn und Oli Gross/ Olson habe ich für den Redbull400 fit gemacht. Unsere größte sportliche Herausforderung bisher. Detlef D. Soost habe ich fit gemacht für seine Schlag den Star Challenge vor ca. einem Jahr. Mit Anna Kraft habe ich in gemeinsamer Arbeit für unser Buch „ein Arsch – ein Ziel: meine Challenge“ trainiert. Außerdem habe ich die Ehre mit wunderbaren Menschen wie Visa Vie und Raf Camora zusammen arbeiten zu dürfen. Und natürlich mit ganz vielen andere tollen Menschen für deren Sessions ich nicht weniger dankbar bin 😉

Es ist schwierig, sich im „Haifischbecken Fitness“ zu positionieren

sportaholix: Ernährung, Betreuung, Training, von Fettreduktion über Muskelaufbau bis hin zu Schmerzreduktion: Welchen Hintergrund bringst du dafür mit?

Erik Jäger: Ich habe mit einer Ausbildung zum Physiotherapeuten begonnen, danach meine Ausbildung als Sportassistent abgeschlossen. Diese ist vergleichbar mit einem Sportstudium, nur viel praktischer.  Über die Jahre habe ich extrem viele Lizenzen in den verschiedensten Bereichen nachgeschoben. Über Ernährungsberater, BodyArt Trainer bis in zum Funktional Trainer war alles dabei.

sportaholix: Wie bist du zu diesem Erfolg gekommen? Was waren deine Herausforderungen auf dem Weg?

Erik Jäger: Als Personal Trainer hast du ja anfangs immer die Gefahr finanziell den Bach runter zu gehen. Du beginnst mit einem Personal Training pro Woche und hast nicht gleich einen vollen Terminkalender. Das heißt nebenbei jobben. Ich habe das in anderen Fitnessstudios als Flächentrainer gemacht. Man lernt super viel und kann sich ausprobieren! Und das für 8 € netto / die Stunde. Wichtig ist, da den Absprung zu schaffen.

Es ist schwierig, sich im „Haifischbecken Fitness“ zu positionieren, wenn man so jung beginnt wie ich. Man hat Vorbilder und Mentoren, die ein voranbringen. Aber auch ab und an andere Trainer, die dich auf die Probe stellen. Da musst du dein Mann stehen und dich beweisen. Sonst bist du schnell vergessen.

sportaholix: Wenn man, wie du bald :), mehrere Wochen im Urlaub ist, wie hält man sich fit? Welches Training nimmst du mit auf Reisen?

Erik Jäger: Im Alltag habe ich meine feste Trainingsroutine. Sehr intensives und wiederkehrendes Training. Im Urlaub versuche ich frei, ohne zu starke Struktur, täglich verschiedenste Formen von Bewegung durchzuführen. Dadurch trainiere ich trotzdem effektiv jedoch ohne die, manchmal doch sehr ermüdende, Trainingsroutine von Zuhause.

sportaholix: Worauf dürfen wir in der Zukunft gespannt sein? Gibt es nächste Meilensteine?

Erik Jäger: Ich glaube jeder Trainer hat das ähnliche Ziel. Eine eigene Base, ein Studio, wo man seine eigene  Vorstellung von Training umsetzen kann. Irgendwann wäre das toll. Konkret ist es aber momentan nicht. Nike hat in Berlin viele interessante Dinge vor, bei denen ich involviert bin und das wird schon spannend genug. Ich hatte auch zwei coole Angebote aus dem Profifußball, die leider nicht funktioniert haben. Aber vielleicht geht da bald was? Es bleibt spannend!

Lasst euch von Experten unterstützen, um maximalen Erfolg zu generieren!

sportaholix: Wie bewertest du die Entwicklung in der Fitnessbranche, speziell was Equipment, Trainerdasein, Studiomentalität betrifft?

Erik Jäger: Ich glaube, die Fitnessbranche hat einen Andrang wie noch nie zuvor. Gerade die günstigen Fitnessketten platzen aus allen Nähten, Outdoor Sessions im Sommer sind übervoll und jeder ist in irgendeiner Box oder hat irgendeine App. Sehr viel Quantität, aber zu wenig Grundlage, Erfahrung und Qualifikation. Gerade Trainer sind noch zu schlecht ausgebildet bevor sie schon ihre ersten Stunden im Studio oder am Klienten haben dürfen. Früher oder später wird sich jedoch Qualität, damit meine ich Training mit gut ausgebildeten Trainern und mit hochentwickelten Applikationen, durchsetzen.

Das Equipment hingegen wird immer ausgefeilter und die Produzenten lassen sich immer wieder Neuerungen einfallen. Hier ist aber auch zu sagen, dass sie das Rad nicht neu erfinden können. Viele Dinge sind ausgereift und ideal konzipiert für uns. Ich brauche für mein Training ein TRX, eine Kurzhantel und ein Faszienball. Der Rest ist oft schnick schnack.

sportaholix: Was rätst du Newcomern in der Branche, zum Beispiel Personal Coaches, die gerade ins Trainerdasein einsteigen? Was kannst du anderen Trainern generell an Tipps mit auf dem Weg geben?

Erik Jäger: Seid offen für alles! Jedes Trainingskonzept hat Dinge, die man als Trainer mitnehmen kann. Das eine mehr, das andere weniger. Wie bereits erwähnt, ist eine gute Ausbildung aus meiner Sicht entscheidend. In der Sportbranche lernt man nie aus. Arbeite selber hart an deiner eigenen Technik im Training, um potentielle Klienten davon zu überzeugen, dass du der richtige Trainer bist! Wenn du in einem Studio arbeitest, sei immer freundlich zu den Mitgliedern, ein Lächeln ist oft der Türöffner für ein nettes Gespräch und somit für einen potentiellen neuen Kunden. Baue dir deine Webseite nicht selber, sondern lass sie dir von einem Experten bauen, um mehr potentielle Kunden zu erreichen. Such dir Unterstützung im Marketing! Oder vielleicht auch in Ernährungsthemen. Deine Klienten kommen zu dir, weil du Experte für Sport bist. Lasst euch von Experten unterstützen, um maximalen Erfolg zu generieren!

Lieber Erik, vielen Dank für deine Offenheit! sportaholix jedenfalls ist dein Fan und neugierig auf die kommenden Projekte!

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2017-10-16T15:14:57+00:00 1 Comment

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