„Mal was Neues ausprobiert“

KICKBOXEN #darfsiedas?

Wer meinen Lebenslauf ein wenig kennt, der weiß, dass ich schon immer eine kleine Kämpferin war. Irgendwie liegt mir das „durchboxen“ im Blut. Dementsprechend keimte in mir auch schon seit der Kindheit immer wieder das Interesse für Kampfsport auf. Das Kickboxen reizte mich besonders. Es gab aber ständig Menschen und Umstände, die mich davon abhielten, es einfach mal auszuprobieren. Angefangen von „Das ist doch nichts für Mädchen“ über „Als Mutter macht man sowas nicht!“ bis zu „Bist du dafür nicht zu alt?“…

Also! Ein typischer Fall für #darfsiedas?

Aber getreu meinem Motto „Einfach mal machen“, welches ich die letzten Jahre mehr und mehr umsetze, war es dann nun gestern doch soweit: Ich war beim Kickboxen!

das etwas andere warm up

Voller Vorfreude, aber auch etwas aufgeregt, weil ich nicht genau wusste wer und was mich erwarten würde, fuhr ich am Abend zur Sporthalle. Dort angekommen hat mich der Teamgeist, der von Anfang an zu spüren war, positiv überrascht. Alle begrüßten sich mit Handschlag und auch ich als Neuling wurde da nicht ausgelassen. So fühlte ich mich direkt willkommen. Zum Aufwärmen ging es los mit Hampelmännern, Burpees, Liegestützen, Schattenboxen usw. – Alles im Wechsel und auf Tempo. Eigentlich war man nach dem Warm Up bereits völlig erledigt. Ich behaupte mal, das ich ja wirklich nicht untrainiert bin und über eine gewisse Kondition verfüge, aber ich habe mich wirklich gefühlt, als hätte ich noch nie Sport gemacht!!

den gegner nie aus den augen lassen

Danach ging es weiter mit Technik-Training in Partnerarbeit.  Handschuhe an, Pratzen geschnappt und dann volle Power: Angriff, Ausweichen, die richtige Deckung, antäuschen, gerade Schläge, Haken usw. – Und all das im schnellen Wechsel. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten Arme und Beine gleichzeitig zu koordinieren, aber ich habe gemerkt, je weniger ich nachgedacht habe über die richtigen Abfolgen und mich stattdessen einfach „auf den Fight“ eingelassen habe, desto besser hat es funktioniert. Den Gegner nie aus den Augen lassen ! Spannend! – UND – Bloß nicht die Konzentration verlieren, sonst fängt man sich eine! Tatsächlich war das irgendwann das größere Problem. Nicht das die Kondition nachließ sondern, dass man es nach einer Weile immer schwerer hatte, sich noch zu konzentrieren.

voll mein ding

Zwischendurch meinte der Trainer mal zu mir, das er weiß, das ich ganz schön ins kalte Wasser geworfen würde, es dafür aber schon richtig gut aussieht. Das hat mich echt gefreut! Und ich fühlte mich auch die ganze Zeit wirklich gut, merkte für mich: „Das ist voll mein Ding! Ich glaube, ich werde es lieben!“… Ok ich muss zugeben, ab und zu fühlte es sich auch nicht ganz so gut an und eher ein bisschen wie sterben. Als der Trainer ankündigte, das wir es „fast geschafft hätten“, aber noch eine ganze Stunde vor uns lag, dachte ich mir nur so: „Nicht sein Ernst!?!?!“ Zum Schluss gab es noch ein paar Schulterübungen, die es echt in sich hatten. Wer die Arme nicht bis zum Schluss oben halten konnte, musste zu Strafe 15 Liegestütze machen. Ich hätte laut fluchen können!!!

wie ein duracell-hase

Dabei fiel mir ein, dass ich als Trainer in meinem Arbeitsalltag schon mal sowas wie „Ich hasse dich!“ zu hören bekomme. Ganz ehrlich, gestern habe ich zum ersten Mal selbst so etwas in die Richtung gedacht! Aber andererseits mag ich solche „Drills“ ja auch. Es war so ein super Gefühl an seine Grenzen zu gehen, sich total auszupowern und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Nach dem Training war ich einerseits völlig im Eimer, andererseits hatte ich so eine Überdosis an Serotonin und Adrenalin im Blut, das ich völlig überdreht nach Hause ging. 22 Uhr und ich fühlte mich wie ein Duracell- Hase – wie sollte ich denn jetzt bitte schlafen gehen? 😉

gejammert wird nicht

Na gut, daran war sowieso erst mal noch nicht zu denken, denn laut meiner Pulsuhr hatte ich in den 2h sage und schreibe fast 1200kcal verballert und dementsprechend brauchte ich erst einmal dringend etwas zu essen! Heute, am Morgen danach, kann ich mich kaum rühren, so schlimm ist der Muskelkater! Aber es wird nicht gejammert, das gehört dazu und ist kein Wunder, bei lauter neu und anders beanspruchten Muskeln. Also Augen zu und durch! Ich freue mich schon auf das nächste Mal und auch darauf, mir in den nächsten Tagen meine eigenen Boxhandschuhe zu kaufen. Passend zum Thema meiner Kolumne im Januar, gibt es nun also wohl eine neue Sportart in meinem Leben 😉

Habt ihr irgendetwas, das ihr schon immer mal ausprobieren wolltet? Tut es! Machen ist wie wollen, nur krasser!!!

Also lasst euch nicht aufhalten!

Kämpferische Grüße

Eure Jessi

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2018-03-30T13:33:52+00:00 2 Comments

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